Besser schlafen – mit der richtigen Schlafhygiene
Was passiert im Schlaf – und warum ist er so wichtig?
Rund ein Drittel unseres Lebens verbringen wir schlafend. Obwohl der Schlaf von außen passiv wirkt, ist er ein Zustand höchster körperlicher und seelischer Aktivität. Dein Körper nutzt die Nacht, um sich zu regenerieren:
- Herzfrequenz, Atmung und Blutdruck werden reguliert
- Das Immunsystem wird gestärkt
- Wachstumshormone regen Muskelaufbau und Wundheilung an
- Im sogenannten REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) werden Erlebnisse des Tages verarbeitet und Gelerntes gefestigt
Auf rund 90 Minuten Tiefschlaf folgen etwa 20 Minuten REM-Schlaf. Die optimale Schlafdauer für die meisten Erwachsenen liegt bei sechs bis sieben Stunden – wobei die tiefsten Schlafphasen in den ersten Stunden der Nacht stattfinden.
Was ist eine Schlafstörung (Insomnie)?
Von einer Schlafstörung – medizinisch Insomnie – spricht man, wenn Schlafprobleme länger anhalten. Unterschieden wird zwischen:
- Einschlafstörungen: Du kommst nicht zur Ruhe, deine Gedanken kreisen
- Durchschlafstörungen: Du wachst nachts wiederholt auf und findest schwer zurück in den Schlaf
Wichtig: Dauern die Beschwerden länger als zwei Wochen an, solltest du ärztlichen Rat einholen.
Was sind die Ursachen von Schlafstörungen?
Chronischer Stress – der häufigste Auslöser1)
Stress ist der größte Feind des Schlafs. Er versetzt das Nervensystem in einen dauerhaften Erregungszustand – und wer „unter Strom" steht, kann nicht abschalten. Die häufigsten Ursachen für Schlafprobleme im Überblick:
- Chronischer Stress und Überarbeitung
- Mangelnde Schlafhygiene
- Überreizung der Sinne (z. B. durch Bildschirme vor dem Schlafen)
- Unregelmäßige Schlafenszeiten, Schichtarbeit oder Jetlag
- Psychische Belastungen wie Angst oder Depression
- Körperliche Erkrankungen
- Zu viel Kaffee oder Alkohol am Abend
1)Lt. Resmed Global Survey https://sleepsurvey.resmed.com/
Welche Symptome haben Schlafstörungen?
Schlafstörungen zeigen sich nicht nur durch Müdigkeit. Typische Beschwerden sind:
- Schwierigkeiten einzuschlafen oder durchzuschlafen
- Innere Unruhe und Rastlosigkeit
- Gedankenkreisen vor dem Einschlafen
- Abgeschlagenheit und schnelle Erschöpfbarkeit
- Konzentrationsschwäche und Vergesslichkeit
- Reizbarkeit oder depressive Verstimmungen
- Herzklopfen oder unregelmäßige Verdauung
Was macht schlechter Schlaf mit deinem Körper?
Schläfst du dauerhaft zu wenig oder schlecht, kann das ernste Folgen für deine Gesundheit haben. Kurzfristig leidet man unter eingeschränkter Leistungsfähigkeit und fehlender Erholung. Wer dauerhaft müde ist, ist weniger belastbar und leidet mehr unter Stress.
Langfristig, bei dauerhaften Schlafstörungen steigt das Risiko für Erkrankungen, zum Beispiel des Herz-Kreislauf-Systems, sowie für psychische Probleme.
Wann solltest du zum Arzt?
Suche ärztliche Hilfe, wenn
- die Beschwerden länger als 2 Wochen anhalten
- sich die Schlafprobleme verschlimmern oder
- du tagsüber nicht mehr leistungsfähig bist.
Außerdem sollten diese Erkrankungen oder Symptome – nicht nur im Zusammenhang mit Schlafproblemen – immer ärztlich abgeklärt werden:
- Schwindel
- Gewichtsabnahme
- Kopfschmerzen
- Atemnot oder Herzrasen
- Schlafapnoe
- Zähneknirschen
- Schlafwandeln
- Depressionen und Angststörungen
- Störungen des Immunsystems
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck
- Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes
Was hilft bei Schlafstörungen?
Tipps für eine bessere Schlafhygiene
Deinen Tag rhythmisieren
- Schlaf braucht Struktur
- Feste Schlaf- und Aufstehzeiten helfen deiner inneren Uhr, sich zu kalibrieren
- Baue regelmäßige Pausen ein – auch tagsüber
- Nach rund 90 Minuten Konzentration empfiehlt sich eine 20-minütige Auszeit, damit sich Körper und Geist erholen können
Dein Schlafumfeld optimieren
- Ein gutes Bett und eine kühle, abgedunkelte, ruhige Umgebung fördern den Schlaf
- Bildschirme mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen meiden
- Koffein ab dem Nachmittag und Alkohol am Abend reduzieren
Entspannung aktiv fördern
- Abendspaziergänge, Spaziergänge im Park oder Wald beruhigen das Nervensystem
- Entspannende Bäder, Massagen oder Saunabesuche helfen beim Abschalten
- Entspannungskurse (z. B. Progressive Muskelentspannung, Yoga oder Atemübungen) schulen die Fähigkeit, schnell loszulassen
Hausmittel bei Schlafstörungen – natürliche Helfer für die Nacht
Bewährte Hausmittel können deine Einschlafrituale unterstützen:
- Tee am Abend: Baldrian, Hopfen, Lavendel oder Passionsblume als Tee oder Mischung
- Weleda Lavendelöl 10% löst Verspannungen bei Stress und Unruhe
- Aroma-Therapie: Natürliche Düfte wie Lavendel wirken direkt auf das Nervensystem
- Hafer: Haferschleim, Hafertee oder Haferstrohbäder – schon Hildegard von Bingen schätzte die beruhigende und kräftigende Wirkung des Hafers
Natürliche Arzneimittel bei Schlafstörungen
Neurodoron® – bei Stress und Erschöpfung: Neurodoron® Tabletten lindern Stress-Symptome wie Nervosität, Reizbarkeit, Erschöpfung sowie depressive Verstimmung. Verbessert dadurch die Belastbarkeit in stressigen Phasen.
Calmedoron® – fördert das Einschlafen, lindert Nervosität und somit auch die nächtliche Regeneration. Heilpflanzenauszüge sorgen für einen erholsamen Schlaf und fördern einen gesunden Tag-Nacht Rhythmus.
Weleda Lavendelöl 10 % – löst Verspannungen bei Stress und Unruhe. Das Öl des Lavendels setzt sich aus über 200 verschiedenen Inhaltsstoffen zusammen, die in ihrem Zusammenspiel beruhigend auf das zentrale Nervensystem einwirken. Als Einreibung vor dem Schlafengehen angewendet, hilft es, innere Ruhe zu finden und fördert erholsamen Schlaf.
Aurum/Lavandula comp. Creme – beruhigt bei Herzklopfen und Herzangst. Kennst Du das Gefühl, dass Dein Herz laut zu klopfen anfängt, wenn Du am Abend zur Ruhe kommst? Das kann sich beunruhigend anfühlen und am Einschlafen hindern. Eine Einreibung im Herzbereich mit dieser intensiv nach Rose und Lavendel duftenden Creme hilft loszulassen – Ruhe kehrt ein und der Schlaf kommt von allein.
Welcher Schlaftyp bist du? – Deine innere Uhr kennenlernen
Der erste Schritt zu einem gesunden Schlaf ist, das eigene Schlafbedürfnis zu verstehen und zu akzeptieren. Je nach Chronotyp gibt es:
- Lerchen (Frühaufsteher): Leistungsstärke vor dem Mittag, abends früh müde
- Eulen (Langschläfer): Produktivitätsgipfel am Abend, Schwierigkeit mit frühem Aufstehen
- Mischtypen: die Mehrheit der Menschen
Der Chronotyp ist genetisch verankert – deine sogenannte „innere Uhr" lässt sich nicht einfach umstellen, aber du kannst lernen, mit ihr zu arbeiten statt gegen sie.
Ein Tipp für die Nacht: die Tagesrückschau
Geh die Ereignisse des Tages vor dem Einschlafen in Gedanken rückwärts durch – vom Abend bis zum Morgen. Versuche, alles neutral zu betrachten, ohne dich noch einmal zu freuen oder zu ärgern. Diese Übung hilft dir, den Tag loszulassen und ruhiger in den Schlaf zu gleiten.
Innere Balance trainieren
5 Übungen für mehr Gelassenheit
- Was denke ich? Konzentriere dich regelmäßig für einige Minuten auf einen frei gewählten Gedanken und lass ablenkende Impulse vorbeiziehen.
- Was tue ich? Übe täglich eine kleine, bewusst gewählte Handlung – zum Beispiel, jeden Abend zur gleichen Zeit eine Kerze anzünden oder die Eindrücke des Tages aufschreiben.
- Wie bleibe ich gelassen? Bewahre eine neutrale Haltung, ohne dich von Emotionen mitreißen zu lassen.
- Erkenne ich das Positive? Mache dir täglich die positiven Aspekte deines Tages bewusst.
- Bin ich offen für Neues? Löse dich von alten Denkmustern und begegne Veränderungen mit Neugier.







