Recycling und noch weniger Abfall

Woran wir kontinuierlich arbeiten

Warum verwenden wir Kunststoffverpackungen? Weil es noch nicht die optimale Lösung für alle unsere Produkte gibt. Aber wir arbeiten mit vollem Einsatz daran, unsere Verpackungen noch besser zu machen, damit sie die Umwelt weniger belasten.

Darum sind unsere Produkte verpackt

Sie erwarten, dass Ihre Gesichtscreme sich gut anfühlt, duftet und lange haltbar ist. Das zu realisieren, ist nicht so einfach. Denn wir verzichten bewusst auf synthetische Konservierungsmittel und verwenden hauptsächlich natürliche Inhaltsstoffe wie reine Pflanzenöle oder ätherische Öle, die sehr empfindlich sind, vor allem gegenüber Sauerstoff. Deshalb müssen sie gut geschützt sein. Zum einen, damit der Sauerstoff aus der Luft nicht eindringt und die Öle ranzig werden. Zum Anderen, damit die flüchtigen Substanzen wie die Duftstoffe nicht verfliegen können.

Glas, Aluminium und Kunststoff – jedes Material hat Vor- und Nachteile, die wir für jedes einzelne Produkt abwägen. Unsere Verpackungen müssen viel leisten, um den sensiblen Inhalt zu schützen.

Weniger schlecht ist nicht wirklich gut

Aktuell arbeiten wir daran, unsere Verpackungen ökologisch zu verbessern. Wir wünschen uns ein Material, das zu 100 Prozent kompostierbar ist und gleichzeitig das Produkt optimal schützt. Momentan setzen wir je nach Anforderungen unterschiedliche Materialien ein, jeweils mit Vor- und Nachteilen. Gemeinsam mit anderen Unternehmen engagieren wir uns im „Forum Rezyklat“. Wir suchen dort nach Wegen, Kunststoffe aus Haushaltsabfällen für Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen wiederverwendbar zu machen.

Wer eine schöne und gesunde Welt möchte, muss einfach nachhaltig handeln.“

Welche Verpackungen setzen wir ein?

Weleda verwendet Verpackungen aus verschiedenen Materialien. Circa 60 Prozent bestehen aus Glas, 15 Prozent aus Aluminium, alle anderen Verpackungen aus unterschiedlichen Kunststoffen. Was sind die Vor- und Nachteile?

Recycling-Glas

Vorteile 

  • Ohne an Qualität zu verlieren, kann Glas beliebig oft recycelt werden
  • Glas ist reaktionsneutral und bietet eine sehr gute Barriere gegen zum Beispiel Sauerstoff

Nachteile

  • Das Gewicht von Glas ist im Vergleich zu Kunststoff oder Aluminium weitgrösser, dadurch steigt der CO2-Verbrauch beim Transport
  • Gerade im Bad oder am Wickeltisch besteht die Gefahr, dass Glas bricht oder splittert

Kunststoff

Vorteile 

  • Dank des geringen Gewichtes ist der CO2-Ausstoß beim Transport geringer
  • Die Packungen sind bruchsicher und handlich

Nachteile

  • In vielen Ländern gibt es keine Recycling-Systeme für Kunststoffe; viele Kunststoffabfälle werden deswegen verbrannt oder thermisch verwertet
  • Nicht alle Kunststoff-Verpackungen sind recyclingfähig
  • Bei ungeregelter Entsorgung besteht das Risiko, dass Plastik in die Umwelt gerät
  • Echtes Recycling, also die Verwendung zum gleichen Zweck (Kosmetikverpackungen werden wieder Kosmetikverpackungen), ist häufig noch nicht möglich; daher meist Downcycling und Fertigung der Kosmetikverpackungen aus neu hergestelltem Kunststoff

Aluminium

Vorteile 

  • Aluminium ist luftundurchlässig und reaktionsneutral
  • Die Tubenöffnung ist klein, und Aluminium bewahrt die Form. So entsteht kein Ansaugeffekt und kein Sauerstoff gelangt in die Tube, der Inhalt bleibt geschützt
  • Aluminium ist sehr gut recycelbar

Nachteile

  • Bei der Alu-Herstellung ist der Energieverbrauch hoch, beim Abbau von Bauxit wird die Umwelt belastet
  • Tuben können an den Knickfalten brechen

Unverpackt - Pilotprojekt mit Flüssigprodukten

Im April 2021 beteiligt sich Weleda als erstes zertifiziertes Naturkosmetikunternehmen an einem Unverpackt-Projekt mit Flüssigprodukten. In drei Märkten des Bio-Unternehmens Alnatura werden die Körperpflegeprodukte Lavendel Entspannendes Pflege-Öl, Arnika Massage-Öl, Vitality - Vitalisierungsdusche Sanddorn und  Refresh - Erfrischungsdusche Citrus erstmals ohne Verpackung erhältlich sein. Das Projekt läuft voraussichtlich bis Ende 2021.
Weleda will durch die Beteiligung am Pilotprojekt Erfahrungen sowohl mit flüssiger unverpackter Naturkosmetik als auch mit der Umsetzbarkeit einer Unverpacktlösung sammeln. 
Eine besondere Herausforderung bei unverpackter Naturkosmetik liegt darin, die Stabilität und Haltbarkeit auch ohne synthetische Konservierungsstoffe zu gewährleisten. 
Bisher greift Weleda je nach Anforderungen des Produktes auf unterschiedliche Verpackungslösungen aus Glas, Aluminium oder Kunststoff zurück. Jedes Material hat spezifische Vor- und Nachteile. Im Zentrum stehen dabei das Produkt und der Produktschutz. Die Verpackungen müssen besonders viel leisten: Sie müssen eine zusätzliche Konservierungsleistung bieten und die empfindlichen natürlichen Inhaltsstoffe und ätherischen Öle zuverlässig schützen. Diese Aspekte fließen in das Pilotprojekt ein.
Als Naturkosmetik-Pionierin, die seit ihrer Gründung 1921 im Einklang mit Mensch und Natur wirtschaftet, sieht sich Weleda trotz dieser Herausforderung in der Verantwortung, auch neue Konzepte für einen möglichst nachhaltigen Konsum zu testen.

Quelle: Foto: Alnatura, Fotograf: Bernward Bertram

Das haben wir schon erreicht

Skin Food Body Butter gibt es nun im Glas-Tiegel. Bei den Verpackungen unserer Deodorants haben wir den Anteil an recyceltem Kunststoff erhöht. Auch andere Produkte füllen wir nun in Verpackungen mit einem hohen Anteil an Recyclingkunststoff ab. So besteht zum Beispiel die Flasche (ohne Verschluss und Aufkleber) des Calendula-Pflegeöls inzwischen zu 97 Prozent aus recyceltem Kunststoff.