Natur

Unsere After Sun-Talente

Endlich ist der Sommer da, und wir genießen die warmen Sonnenstrahlen auf unserer Haut – am besten nur in Maßen. Hat man sich doch mal zu lange in der Sonne aufgehalten, kann wahre Pflanzenkraft helfen: Gel aus Aloe Vera und Brennnesselextrakt schenken der sonnengereizten Haut erfrischende Pflege. Warum sind diese beiden Pflanzen eigentlich so gut für unsere Haut und was können wir von ihnen lernen?

Kleine Brennnessel

Mit den Brennhaaren der Kleinen Brennnessel (Urtika urens) und ihrer Schwester, der großen Brennnessel (Urtica dioica) haben die meisten Menschen schon einmal eine unangenehme Bekanntschaft gemacht. Und doch kann gerade die Kleine Brennnessel, diese ansonsten unscheinbare Pflanze, die in Gärten und auf Wiesen wächst, uns helfen - wenn unsere Haut zu viel Sonne abbekommen hat, oder wenn uns Insektenstiche quälen. Um zu verstehen, was alles in der Kleinen Brennnessel steckt, vergleicht man sie am besten mit der Großen Brennnessel. Auch wenn man es nicht vermutet: Die einjährige Kleine Brennnessel, die nur 50 cm hoch wird, brennt deutlich stärker als ihre große Schwester. An jeder Pflanze sind männliche Staubblüten und weibliche Fruchtstände vorhanden. Sie trägt beides getrennt in sich  -  unten die weiblichen und oben die männlichen Blüten, die jedoch meist nicht zusammen blühen.

Die Große Brennnessel kann dagegen bis zu zwei Meter hoch werden und ist mehrjährig. Sie bildet ein weitläufiges Geflecht unter der Erde, mit dem sie sich ausbreitet. Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen männlichen Pflanzen mit Staubgefäßen und weiblichen Pflanzen, an denen die Früchte wachsen.

Der Vergleich der beiden Arten zeigt, dass bei der Kleinen Brennnessel alles viel konzentrierter ist als bei der Großen Brennnessel. Es wirkt fast so, als würde die kleinere Art nicht so viel Energie für einen komplizierten Befruchtungsapparat und für starkes vegetatives Wachstum verbrauchen, sondern alles auf eine kleine Pflanze konzentrieren.

Kleine Brennnessel (Urtica urens)

Kann uns helfen - wenn unsere Haut zu viel Sonne abbekommen hat.

Aloe Vera

Die Aloe Vera (Aloe barbadensis) ist ein echter Überlebenskünstler. Die Sukkulente aus der Familie der Liliengewächse gedeiht in der ansonsten lebensfeindlich wirkenden Wüste, vor allem in Nordafrika und im Sudan – und bildet mit ihren dicken wässrigen Blättern ein direktes Gegenbild zu dieser trockenen, warmen Umgebung. So schafft die Aloe Raum für das Wässrige, heilt die Trockenheit und sorgt für Ausgleich.

Die Kraft der Aloe Vera steckt in ihren ledrigen, spitz zulaufenden Blättern. Aufgebaut sind die Blätter, die am Rand kurze Zähne tragen, aus drei Schichten. Die innere, dickste Schicht besteht aus einem farblosen, sterilen Gel. Es ist steril, ph-neutral, hautberuhigend und kühlend. In Situationen, in denen der Haut ihre gesunde, belebende Feuchtigkeit fehlt, zeigt sich die Aloe Vera als Meisterin des Ausgleichs und schafft gegenüber der zu starken Wärme eine neue Harmonie. Bloßem Wasser dagegen gelänge dies nicht – es würde die Haut aufquellen und langfristig austrocknen.

Um das wertvolle Gel der Bio-Aloe Vera für unsere Weleda After Sun-Lotion zu gewinnen, werden die Blätter nach der Ernte geschält, da die Schale reizende Substanzen enthält. Verarbeitung findet nur das erhaltene, zusammenhängende Gelstück - das Filet - das ausgepresst und filtriert wird. In unserer After Sun-Lotion sorgt das Aloe Gel für angenehme Kühle und harmonisiert den Feuchtigkeitshaushalt der Haut nach dem Sonnenbad.

Aloe Vera (Aloe barbadensis)

Ein echter Überlebenskünstler.

Mittwoch, 6. Dezember 2017