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Stillen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme

Stillen fördert die Eltern-Kind-Bindung und ermöglicht einen liebevollen Hautkontakt. Deswegen bedeutet Stillen viel mehr als die reine Aufnahme von Muttermilch. Doch keine Sorge: Nicht bei allen klappt das Stillen und Sie finden auch Alternativen mit Flaschenkindern, um Ihnen Liebe und Zuneigung zu schenken.

Stillen als Fürsorge und Zuwendung

Mittlerweile können Sie die Signale Ihres Babys vermutlich schon gut deuten und das Anbieten der Brust ist oft die erste Wahl, wenn Ihr Baby unruhig ist oder sogar weint. Mal ist es Hunger, oft aber auch Beruhigung, Trost und eine liebevolle Zuwendung, die Ihr Säugling beim Stillen erfährt. Babys haben auch ein über die Nahrungsaufnahme hinausgehendes Saugbedürfnis. Durch das Saugen entspannen sich viele Babys und finden sogar in den Schlaf. Es ist also völlig normal und in Ordnung, wenn Ihr Kind bevorzugt an Ihrer Brust beim Stillen einschläft. Dieser Ort ist für Ihr Baby nicht nur mit Muttermilch, sondern auch mit unmittelbarer Nähe, Geborgenheit und Ihrem Geruch verknüpft. Auch sein Bedürfnis nach Liebe und Zuwendung wird gestillt. Ein idealer Platz also, um dort entspannt in den Schlaf zu finden. Auch wenn Ihr Kind viele Eindrücke verarbeiten muss, kann es diese gut an Ihrer Brust verarbeiten. Das Stillen beansprucht viel Zeit Ihres Tages und auch der Nächte. Es ist eine wertvolle Zeit, die Ihrem Kind viel Nähe und Geborgenheit schenkt.

Manchmal ist es anstrengend. Holen Sie sich Unterstützung!

So schön die gemeinsame Stillzeit auch ist, so anstrengend kann sie bisweilen auch sein. Das gilt vor allem, wenn Sie Beschwerden oder Schmerzen dabei haben. Nehmen Sie diese bitte nicht einfach die Zähne zusammenbeißend hin. Es ist nicht vorgesehen, dass das Stillen unangenehm oder schmerzhaft für die Mutter ist. Betrachten Sie also Beschwerden immer als ein Signal, etwas zu verändern und sich möglichst zeitnah fachliche Unterstützung zu holen. Wunde Brustwarzen zum Beispiel machen einigen stillenden Frauen zu schaffen. Ihre Hebamme kann Sie bis zum Ende der Stillzeit beraten und unterstützen. Darüber hinaus gibt es viele Angebote in der Stillberatung. Achten Sie aber auf eine ausreichende Qualifizierung der Beraterin, damit Sie auch wirklich richtig und auf dem aktuellen Wissensstand basierend beraten werden. Die Bezeichung IBCLC (International Board Certified Lactation Consultant) ist zum Beispiel der international geschützte Titel für examinierte Still- und Laktationsberaterinnen.

Auch der Besuch einer Stillgruppe kann eine wertvolle Unterstützung sein. Hier werden Sie andere Mütter in einer sehr ähnlichen Lebenssituation treffen. Bei kleineren Stillschwierigkeiten erhalten Sie dort zudem wertvolle Tipps von der Stillberaterin, die diese Gruppe leitet.

Auch ohne Beschwerden um die Brust kümmern

Auch wenn Sie keine Beschwerden haben, ist es sinnvoll, sich gut um sich selbst und auch um seine Brust zu kümmern. Ihre Milch kann am besten fließen, wenn Sie selbst entspannt sind und sich wohl fühlen. Eine sanfte Massage mit dem Brust-Massageöl pflegt das Brustgewebe und stimuliert durch den Hautkontakt den Milchfluss. Massagen an der Brust sollten aber immer ganz sanft sein und mehr einem Streicheln gleichen als handfesten kräftigen Massagetechniken. Das Massageöl fördert die Durchblutung und Durchwärmung des Gewebes und das darin enthaltende Mandelöl hält die Haut geschmeidig. Die Brustwarzen sollten aber ausgespart und nicht eingeölt werden.

Pflege für die Stillzeit

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Essen und Trinken sind wichtig für Ihr Wohlbefinden

Stillen kostet auch Kraft und Energie, achten Sie daher auf eine vollwertige Ernährung und wann immer Sie dazu kommen, genügend Ruhepausen für sich selbst. In der Stillzeit ebenso wie in der Schwangerschaft erhöht sich Ihr Bedarf von Nährstoffen. Der Körper wird sich alles für die Milchbildung „nehmen“, so dass bei einem möglichen Mangel an bestimmten Nährstoffen Ihr Wohlbefinden eingeschränkt sein kann. Lassen Sie sich beraten, wie Sie Ihren Nährstoffbedarf in der Stillzeit decken können und ob gegebenenfalls Supplementierungen erforderlich sind. Am besten nehmen Sie sich zu jeder Stillmahlzeit selbst ein Glas Wasser oder eine Tasse Tee. Der Weleda Stilltee hat durch die Zutaten Bockshornklee, Anis, Kümmel, Fenchel und Zitronenverbenenblätter einen angenehm milden Geschmack. Von diesem wohltuenden Kräutertee können Sie bis zu drei Tassen am Tag trinken.

"Stillen ist Nahrung, Trost und Liebe für Ihr Baby. Beim Anlegen erfährt das Neugeborene und Baby eine vertraute Sicherheit durch den innigen Körperkontakt. Klappt das Stillen nicht, können Sie dem Baby diese Vertrautheit auch durch viel Zuneigung mit dem Fläschchen geben"

Stillwäsche

Haben Sie gut sitzende und praktische Stillunterwäsche? Auch das kann das Leben erleichtern. Achten Sie auf angenehme und hautfreundliche Materialien sowie auf einen guten Sitz. Ein zu eng sitzender Still-BH kann im ungünstigen Fall sogar einen Milchstau verursachen. Stillunterwäsche sollte wirklich gut und bequem sein. Vielleicht schaffen Sie sich auch noch ein paar schöne Oberteile an, die für die Stillzeit praktisch sind. Aufknöpfbare Kleidungsstücke sind ebenso praktisch wie der Lagenlook. Zudem gibt es spezielle Stillkleidung, die eine leicht zugängliche Öffnung zur Brust haben und somit ein diskretes Stillen ermöglichen. Es ist wichtig, dass Sie sich wohl fühlen, gerade wenn Sie Ihr Baby auch unterwegs stillen.

Liebe und Geborgenheit - auch ohne Stillen

Mussten Sie früher abstillen oder sind nach der Geburt beim Stillen Komplikationen aufgetreten, ist das für die Mutter, die Ihr Kind so gerne stillen wollte zwar schlimm, doch es gibt auch viele andere Möglichkeiten eine innige Bindung mit dem Kind aufzubauen. Gerade im ersten Lebensjahr ist die Nahrungsaufnahme so wichtig für die gesunde Entwicklung des Kindes und junge Mütter, bei denen das Stillen nicht klappt, fühlen sich manchmal schuldig. Doch Sie sind individuell, Ihr Körper ist es und auch das trinken aus der Flasche können Sie voller Liebe und Aufmerksam gestalten, so dass das Baby eng bei Ihnen kuscheln kann.

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