Schwangerschaft

Geburtsplanung

Haben Sie schon einmal Gedanken gemacht, die Geburt Ihres Babys zu planen? Sicherlich machen Sie sich Gedanken darüber, wo, mit wem und vielleicht auch wie Ihr Baby zur Welt kommen soll. Aber kann man das planen?

Einen Plan aufstellen?

Wie so oft im Leben kommt manchmal etwas ganz anders als geplant. Dennoch gibt es Ihnen Sicherheit, wenn Sie die bevorstehende Geburt in Ruhe planen. Nehmen Sie sich Zeit dafür: Wie würden Sie das Kind gerne zur Welt bringen?  An diese Wünsche knüpfen sich auch Hoffnungen. Jede Geburt verläuft jedoch individuell und andere Geburtsgeschichten kann man so nicht für sich anwenden. Deswegen: Lassen Sie sich von Filmen oder Erzählungen nicht beeindrucken. 

Es ist eine gute Vorbereitung, sich über die eigenen Vorstellungen der Geburt klar zu werden. Wünsche, Ängste, Sorgen– all das gehört zu diesem Prozess dazu. Nehmen Sie sich Zeit, um sich alleine, aber auch gemeinsam mit dem Partner damit auseinanderzusetzen.
 

Hoffnungen, Ängste und Leitfragen

Um sich gut auf die Geburt vorzubereiten hilft es, sich über Hoffnungen und Ängste bewusst zu werden und sich mit einigen wichtigen Fragen auseinanderzusetzen. Wie ist Ihre Vorstellung von der Geburt?? FolgendeFragen können Ihnen eine Stütze sein, um sich Ihren Hoffnungen und auch Ängsten bewusst zu werden:

  • Wo soll die Geburt stattfinden? Welche Möglichkeiten werden dort angeboten? 
  • Wer soll bei der Geburt dabei sein? Ihr Partner, eine Freundin, vielleicht sogar Ihre Mutter, nur eine Person oder auch mehrere? Haben Sie eine Ersatzperson, falls Ihr Partner in dem wichtigen Moment nicht dabei sein kann? 
  • Wie soll der Raum aussehen, in dem Sie Ihr Kind gebären? Soll Musik laufen, sollen Kerzen brennen?
  • Wie möchten Sie damit umgehen, wenn Sie Schmerzmittel brauchen?– Wünschen Sie sich, dass die Hebamme wartet, bis Sie von sich aus darum bitten oder soll sie Sie fragen?
  • Möchten Sie in einer bestimmten Position gebären oder vielleicht in der Badewanne?
  • Ist es Ihnen lieber, einen Dammschnitt zu bekommen, anstelle des Reißens des Dammgewebes?
  • Ist es Ihnen wichtig, dass Ihr Partner oder Sie die Nabelschnur durchschneiden?
  • Wer soll bei einem Kaiserschnitt dabei sein?

Besprechen Sie alle Punkte mit Ihrem Partner und stimmen Sie sich bei Ihren Wünschen und Vorstellungen ab.

Gut vorbereitet für die Geburt

Wenn Sie sich im Klaren über Ihre Wünsche und Anforderungen sind, besprechen Sie Ihren Plan mit einer Hebamme. Es muss nicht die Hebamme sein, die die Geburt auch begleitet. Das kann die Hebamme sein, die sie schon die ganze Schwangerschaft über begleitet oder auch eine Hebamme in der Klinik, in der Sie gebären möchten. Ein Austausch bringt Sie weiter und die Einschätzung, wie realistisch Ihre Wünsche sind, ist sehr wertvoll. Erörtern Sie Alternativen, was passieren kann, wenn ein Wunsch nicht realisiert werden kann. Mit diesem Plan bereiten Sie sich ganz individuell auf Ihre Geburt vor.
 
Wenn Wünsche enttäuscht werden, kann das sehr wehtun. Die Geburt kann traumatisch sein oder Schuldgefühle auslösen. Wenn Sie sich bereits jetzt mit allen Möglichkeiten und Punkten auseinandersetzen, leisten Sei einen wichtigen Beitrag zur Vorbereitung auf die Geburt.
 

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