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Weleda AG

Möhlerstrasse 3
73525 Schwäbisch Gmünd
Deutschland


Schutz für gefährdete Seehunde

Tierschutz und Artenvielfalt rund um das Wattenmeer

Im Rahmen unserer neuen Kids 2in1 Shower & Shampoos engagieren wir uns für den Schutz der Seehunde und die Erhaltung ihres natürlichen Lebensraums im Wattenmeer. Es ist uns ein Anliegen, einen Beitrag zum Tierschutz zu leisten und auf die sensible Umwelt aufmerksam zu machen.

 

Tierpatenschaft, Menschenfreundschaft und die Liebe zur Natur

Ein Gespräch mit Janne Sundermeyer

Wir haben die Patenschaft von drei Seehunden der Seehundstation Friedrichskoog übernommen und uns mit Janne Sundermeyer, Dipl.-Biologin, zuständig für Umweltbildung bei der Seehundstation, zum Gespräch getroffen. Die 37-jährige arbeitet bereits seit 1999 im Rahmen eines freiwilligen ökologischen Jahres an der Seehundstation. Die Seehundstation Friedrichskoog e.V. ist ein gemeinnützig anerkannter, eingetragener Verein, der den gesamten Betrieb aus Eintritts- und Spendengeldern finanziert. Mit unserer Patenschaft für die drei Seehunde Snorre, Mareike und Nemi können wir die Kosten für Futter, Medikamente und tierärztliche Untersuchungen übernehmen.

Liebe Janne, kannst du einen Einblick in deine Arbeit geben?

Bei der Seehundstation kümmere ich mich vor allem um die Umweltbildung. Das heißt, ich informiere, gebe Führungen durch unsere zwei Ausstellungen und plane Projekttage. Wir gehen auch in die Schulen der Umgebung und bringen Kindern & Erwachsenen die Seehunde und den natürlichen Lebensraum des Wattenmeers näher.

 

Was sind die Herausforderungen der Seehundstation?

Wir möchten den natürlichen Lebensraum der Seehunde im Wattenmeer schützen und einen Beitrag dazu leisten, dass Bewusstsein geschaffen wird für unsere Umwelt. Meeresmüll ist zum Beispiel ein wichtiges Thema, mit dem wir alle konfrontiert sind, worüber sich aber kaum einer Gedanken macht. Es ist eine große Herausforderung, aufzuklären, zu sensibilisieren und gemeinsam für den Schutz der Umwelt einzustehen.

Wie viele Seehunde befinden sich bei euch und wie sieht die Entwicklung der Tiere aus?

Im Idealfall sind die Seehunde nicht lange bei uns. Wenn sie als Heuler, sprich Kleintiere, verlassen am Strand gefunden werden, kommen sie zu uns in die Aufzucht, wo sie im Durchschnitt  zwei- bis drei Monate bleiben. In der letzten Saison waren es rund 250 Heuler, die bei uns waren. Nach der kurzen Zeit in der Aufzucht können sie zurück in die Natur. Sie werden ausgesiedelt, sobald sie alleine überlebensfähig sind. In Dauertierhaltung haben wir nur sieben Seehunde, sie können keine Fische fangen und bleiben daher bei uns. Nach maximal sechs Monaten in der Aufzucht sind die Heuler normalerweise selbständig und stark genug, um alleine zu überleben. So können sie wieder zurück in ihren ursprünglichen Lebensraum im Wattenmeer und sich dort frei entwickeln.  

Was war bisher dein schönstes Erlebnis?

Es ist jedes Mal toll, wenn wir die Jungtiere wieder aussiedeln können. Wenn wir sehen, wie sie wegschwimmen, zurück in ihre Heimat, das berührt mich. Manchmal hören oder sehen wir auch wieder etwas von den Tieren, sie bekommen kleine Markierungen bei den Flossen. Schön ist es auch, wenn ich zum Beispiel nach einem meiner Vorträge Kinder sprechen höre und sie sagen, dass Papier nicht weggeworfen werden soll. Dann merke ich, dass es etwas gebracht. Ein Bewusstsein für die Umwelt zu schaffen, das macht mich glücklich.

 

Was sollte jeder über Robben wissen?

Wir nutzen teilweise den gleichen Lebensraum wie die Tiere. Sie leben zwischen zwei Extremen: Ebbe und Flut, an Wasser und an Land. Leider verlieren die Robben in der letzten Zeit ihren Lebensraum durch die Verschmutzung der Meere, Müll und auch durch Touristen und mit ihnen Boote, Lärm und Spaziergänger, die mitten durch Schutzzonen laufen. Wenn die Seehunde vor ihnen von den Sandbänken ins Wasser flüchten, dann werden Jungtiere von den Eltern getrennt. Auch Unwetter mit Sturm und hohen Wellen können die Jungtiere von der Mutter trennen. Manchmal werden junge Seehunde nur deshalb zu Waisen, weil Menschen ihnen zu nahekommen und sich die Mütter nicht mehr herantrauen. Wichtig ist daher das richtige Verhalten beim Fund eines Kleintiers: Man sollte immer genügend Abstand zu den Tieren halten und die Naturschutzbehörde oder Polizei anrufen. Diese werden dann Beobachten und entsprechende Maßnahmen treffen.

Was können wir im Einzelnen zum Thema Artenschutz und Artenvielfalt beitragen?

Jeder kann einen Beitrag leisten: Durch einen bewussten und nachhaltigen Lebensstil. Müll trennen und recyceln zum Beispiel. Auf natürliche Fortbewegungsmittel setzen wenn es geht, Auto und Flugzeuge vermeiden. Solche Aspekte helfen dabei. Und im Wattenmeer natürlich auch: Die Natur respektieren, Schutzzonen beachten und den Tieren Ruhe geben.

Erfahren Sie mehr über die Seehundstation Friedrichskoog

Wer hat’s gewusst?

  • Seehunde werden im Sommer geboren. Sie können nur bei Ebbe zur Welt kommen. Der Mutter ist es möglich, den Geburtsvorgang zu unterbrechen, wenn sie merkt, dass die Flut kommt.
  • Nach der Geburt gibt es einen „Nasenkuss“. Der Schnauzenkontakt ist wichtig für den Geruchssinn und hilft dabei, dass sich die Mutter um ihr Kleines kümmert
  • Die Muttermilch hat einen Fettgehalt von 45%, gesäugt werden die jungen Seehunde 4-6 Wochen
  • Nach der Geburt müssen die Jungtiere direkt schwimmen können
  • Robben schwimmen die meiste Zeit auf dem Rücken, also verkehrt herum. Sie sind so schneller im Wasser, erfahren weniger Widerstand und verbrauchen weniger Energie
  • Die Barthaare sind wichtig für das Fühlen unter Wasser und dienen bei der Beutejagd
  • Sie sind äußerst schnell und wenig: An Land können sie bis zu 23 km/h zurücklegen, im Wasser sogar 35km/h

Unsere neuen Kids 2in1 Shower & Shampoos

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