Ursachen für Haarausfall


Haarausfall bei Frauen und Männern – was sind die Gründe und was hilft?


Weleda Group·8/11/2026
Haare in der Bürste oder im Abfluss der Dusche: Das kennen wir alle. Aber wie viel Haarausfall ist normal? Gesunde Menschen verlieren täglich Haare, da der Lebenszyklus eines Haares etwa sieben Jahre beträgt. Erst bei mehr als 100 Haaren täglich über mehrere Wochen spricht man von Haarausfall oder Alopezie.

Was sind die Gründe für Haarausfall?

Haarausfall lässt sich grob in drei Hauptformen einteilen: erblich bedingt, kreisrund und diffus – jede mit eigenen Ursachen und Auslösern. Erblich bedingter Haarausfall kommt am häufigsten vor, gefolgt von kreisrundem und diffusem Haarausfall. Auch bestimmte Medikamente können Haarausfall auslösen.

Man unterscheidet verschiedene Typen von Haarausfall mit unterschiedlichen Ursachen. Besonders häufig kommen diese Formen vor:

Erblich bedingter Haarausfall

Erblich bedingter Haarausfall ist die häufigste Form des Haarausfalls: 80 % aller Männer ab siebzig Jahren und 40 % aller Frauen derselben Altersklasse sind davon betroffen. Bei Männern zeigt sich der Haarverlust vor allem am oberen Hinterkopf und über der Stirn, bei Frauen am Scheitel.

Für die Entstehung von erblich bedingtem Haarausfall bei Männern ist das männliche Geschlechtshormon DHT maßgeblich: Die Haarwurzeln Betroffener reagieren besonders empfindlich auf dieses Hormon. Die Folge: Die Wachstumsdauer der Haare verkürzt sich und das Haar fällt früher aus. Zudem wachsen die Haare so lange immer dünner nach, bis nur noch ein Flaum erkennbar ist.

Neben dem DHT verursachen bei Frauen noch andere Hormone erblich bedingten Haarausfall. Verringert sich mit dem Älterwerden zum Beispiel der Spiegel von Östrogen, das das Haarwachstum unterstützt, steigt das Risiko für einen Haarverlust.

Kreisrunder Haarausfall

Die zweithäufigste Form ist der kreisrunde Haarausfall. Dabei werden einzelne runde oder ovale Bereiche der Kopfhaut kahl: Meistens bilden sich nur einzelne Inseln, es gibt jedoch auch eine Form, bei der die kahlen Stellen größer werden und sich miteinander verbinden. Sowohl Männer als auch Frauen sind vom kreisrunden Haarausfall betroffen. Es wird vermutet, dass es sich dabei um eine Autoimmunerkrankung handelt: Weiße Blutkörperchen greifen die Haarwurzeln an und lösen dort Entzündungsreaktionen aus, die einen Haarverlust zur Folge haben.

Diffuser Haarausfall

Wenn Haare auf dem ganzen Kopf ausfallen und das Haar immer dünner wird, spricht man von einem diffusen Haarausfall. Auch diese Form des Haarausfalls kommt bei Frauen und Männern vor. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben – besonders häufig sind Stress, eine mangelhafte Ernährung, hormonelle Umstellungen oder auch Erkrankungen der Schilddrüse. Ein diffuser Haarausfall lässt sich fast immer behandeln: Wurde die Ursache dafür ermittelt und therapiert, wachsen die Haare wieder nach.

Haarausfall kann auch durch verschiedene Medikamente ausgelöst werden. Häufig werden hier Blutverdünner, Mittel gegen Bluthochdruck oder Cholesterinsenker genannt.

Plötzlicher Haarausfall

Von plötzlichem Haarausfall spricht man, wenn sich der Haarverlust innerhalb weniger Tage oder Wochen deutlich verstärkt – anders als beim schleichenden erblich bedingten Haarausfall. Meist handelt es sich dabei um eine besondere Ausprägung des diffusen Haarausfalls: Ein belastendes Ereignis wie eine schwere Erkrankung, eine Operation, hohes Fieber oder starker seelischer Stress schickt einen großen Teil der Haarwurzeln gleichzeitig in die Ruhephase. Da diese erst nach etwa zwei bis drei Monaten ausfallen, wird der eigentliche Auslöser oft nicht mehr mit dem Haarausfall in Verbindung gebracht.

Auch hormonelle Umstellungen können plötzlichen Haarausfall auslösen, etwa nach einer Geburt oder beim Absetzen der Antibabypille. In diesen Fällen normalisiert sich das Haarwachstum in der Regel von selbst wieder, sobald sich der Hormonspiegel eingependelt hat.

Plötzlicher Haarausfall ist von kreisrundem Haarausfall abzugrenzen: Während beim kreisrunden Haarausfall einzelne kahle Stellen entstehen, dünnt sich das Haar beim plötzlichen (diffusen) Haarausfall gleichmäßig über den ganzen Kopf aus. Hält der Haarausfall länger als drei bis sechs Monate an, sollte er ärztlich abgeklärt werden.

Welcher Arzt kann bei Haarausfall helfen?

Bei Haarausfall ist die Hausarztpraxis der erste Ansprechpartner – sie überweist bei Bedarf an eine Dermatologin, einen Dermatologen oder eine Fachperson für Endokrinologie.

Wenn ein vermehrter Haarverlust offensichtlich ist, ist es ratsam, eine Arztpraxis aufzusuchen. Der Hausarzt kann Betroffene dann an einen Facharzt überweisen – je nach vermuteter Ursache zum Beispiel an einen Dermatologen oder einen Endokrinologen. Eine ausführliche Anamnese und Blutuntersuchungen, Epilationstests, Haaranalysen oder eine Untersuchung der behaarten Kopfhaut gehören zu den Verfahren, die zur Ursachenermittlung angewendet werden.

Was hilft bei Haarausfall?

Ob und wie Haarausfall behandelt wird, hängt stark von der jeweiligen Ursache ab – oft ist gar keine Behandlung notwendig. Je nach Haarausfall-Typ reichen die Optionen von Medikamenten über Cremes bis zur Eigenhaar-Transplantation. Liegt eine Erkrankung oder ein Nährstoffmangel zugrunde, steht deren Behandlung im Vordergrund.

Ob und wie Haarausfall therapiert wird, hängt maßgeblich von seiner Ursache ab. Da Haarverlust häufig vorübergehend auftritt oder auch zum natürlichen Alterungsprozess gehört, ist eine Behandlung oft gar nicht notwendig. Liegt eine Krankheit vor, steht deren Behandlung im Vordergrund. Besteht ein Nährstoffmangel, kann dieser durch eine Blutuntersuchung festgestellt und möglicherweise durch ein geeignetes Präparat ausgeglichen werden.

Auch erblich bedingter Haarausfall muss aus medizinischer Sicht nicht behandelt werden. Ist er für die Betroffenen allerdings eine Belastung, können verschiedene Medikamente zum Einsatz kommen. Eine Eigenhaar-Transplantation kann für Menschen mit erblich bedingtem Haarausfall eine Option sein – das Gleiche gilt für Haarteile oder auch spezielle Stylings.

Kreisrunder Haarausfall wird häufig mit Cremes und Lotionen therapiert, die Glukokortikoide enthalten. Erfolg ist allerdings nicht garantiert: In weniger als 50 % aller Fälle wächst an so behandelten Stellen das Haar wieder nach. Weitere Behandlungsmöglichkeiten sind zum Beispiel systemische Kortisontherapien, lokale Immuntherapien oder photochemische Behandlungen.

Welche Vitamine fehlen dem Körper bei Haarausfall?

Eine ausgewogene Ernährung mit Zink, Kupfer, Selen, Biotin und Eisen kann das Risiko für bestimmte Formen von Haarausfall senken, besonders bei mechanisch oder ernährungsbedingtem Haarverlust. Auch Schlaf, Stressvermeidung und schonende Haarpflege wirken unterstützend. Ein Eisenmangel spielt dabei bei Frauen eine besonders wichtige, oft unterschätzte Rolle.

Das Risiko für die Entstehung einiger Formen von Haarausfall kann durch eine bewusste Ernährung mit allen essenziellen Vitaminen und Mineralstoffen gesenkt werden. Das gilt insbesondere für einen Haarverlust, der mechanisch bedingt ist oder durch eine unausgewogene Ernährung verursacht wird.

Auch ausreichend Schlaf und die Vermeidung von Stress kann zu widerstandsfähigem und kräftigem Haar beitragen. Außerdem kann eine schonende Haarpflege die Gefahr von Haarverlust mindern.

Für gesundes und kräftiges Haar braucht der Körper

  • Zink, das beispielsweise in Vollkornprodukten, Milchprodukten, Schweine-, Rind- und Geflügelfleisch enthalten ist
  • Kupfer, das in Nüssen, Hülsenfrüchten, Innereien oder Getreide steckt
  • Selen, das in Fisch und Fleisch, Pilzen und Nüssen vorhanden ist
  • Biotin, das sich zum Beispiel in Innereien, Sojabohnen, Milchprodukten oder Haferflocken findet
  • Eisen, das ebenfalls in Fleisch, aber auch in einigen Obst- und Gemüsesorten, Getreide und Hülsenfrüchten vorkommt

Eisenmangel als Ursache für Haarausfall bei Frauen

Eisen nimmt unter den genannten Nährstoffen eine besondere Rolle ein, da ein Mangel bei Frauen zu den häufigsten behandelbaren Ursachen für Haarausfall zählt. Eisen ist an der Zellteilung beteiligt und damit auch am Wachstum der Haarwurzelzellen; sinkt der Eisenspiegel im Körper, verkürzt sich die Wachstumsphase der Haare und mehr Haare gehen gleichzeitig in die Ruhephase über.

Besonders betroffen sind Frauen mit starker Regelblutung, während Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei einseitiger Ernährung. Typische Begleitsymptome eines Eisenmangels sind Müdigkeit, Blässe und brüchige Nägel. Ob tatsächlich ein Mangel vorliegt, lässt sich über eine Blutuntersuchung feststellen – gemessen wird dabei in der Regel der Ferritin-Wert, der den Eisenspeicher des Körpers anzeigt.

Wird ein Eisenmangel ärztlich festgestellt, kann er durch ein geeignetes Präparat ausgeglichen werden. Von einer Nahrungsergänzung auf eigene Faust ist abzuraten, da auch ein Eisenüberschuss gesundheitliche Risiken birgt. Meist bessert sich der Haarausfall einige Wochen bis Monate nach Ausgleich des Mangels von selbst.

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Häufige Fragen zu Ursachen bei Haarausfall

Dieser Text wurde KI-unterstützt bearbeitet.