Oskar Schmiedel

Ein Mann, der die Produktion anthroposophischer Pharmazeutika und Kosmetika initiierte.

Dr. Oskar Schmiedel (30. Oktober 1887 - 27. Dezember 1959) war Apotheker, Anthroposoph, Therapeut, Goetheaner und Theosoph. Er studierte Chemie an der Universität München und trat anschließend in die Theosophische Gesellschaft ein.

1907 wurde er nach einem Vortrag von Rudolf Steiner sein persönlicher Schüler und gründete 1912 das Chemisch-Theosophische Laboratorium, in dem Pflanzenfarben anthroposophisch erforscht wurden. Seit 1913 betrieb er ein eigenes Laboratorium, in dem er vor allem kosmetische Produkte herstellte.

Produktion der ersten anthroposophischen Arzneimittel

Bald darauf wurde Schmiedel von Rudolf Steiner gebeten, sein Labor nach Dornach zu verlegen. Von einem einfachen Schuppen auf der Baustelle aus, half er bei der Dekoration des ersten Goetheanums. Gleichzeitig hatte er bereits begonnen, seine eigene Anthroposophische Medizin herzustellen.

Ab 1919 begann die intensive Heilmittelproduktion, zunächst mit Hilfe von Dr. Ita Wegman und später mit Hilfe von Dr. Ludwig Noll (1872 - 1930), mit dem er eine ganze Reihe von Ergänzungen schuf.

35 Jahre Direktor von Weleda

1922 übernahm Schmiedel die Leitung der Forschungs- und Produktionsabteilung von Weleda und wurde 1924 Direktor des gesamten Unternehmens. Diese Position hatte er bis zu seinem Tod im Jahr 1959 inne.

Oskar Schmiedel gilt auch heute noch als beispielhafter Pharma-Pionier. Er war es, der das anthroposophische Labor gründete und mit der Herstellung von kosmetischen und pharmazeutischen Produkten begann. Er war es auch, der Rudolf Steiner darum bat, einen medizinischen Kurs für Ärzte zu halten - eine Aktion, die mehr als jede andere die Anthroposophische Medizin voran brachte.