Die Haut: Schutzschild unseres Körpers

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Es gibt ein Schönheitsideal, das nahezu alle Völker auf der Erde vereint: das Ideal der schönen, glatten Haut. Sie ist ein Indiz für Gesundheit, Vitalität und Leben. Kein Wunder, dass wir ihr gern viel Aufmerksamkeit widmen und sie so gut wie möglich pflegen möchten.

 

Die Haut ist der Bereich unseres Körpers, den die Umwelt wahrnimmt und der von Anderen gesehen werden kann. Sie ist nicht nur Teil unserer Identität und wichtiges Sinnesorgan, sondern auch ein wahrer Schutzpanzer vor Reizen wie Kälte, Hitze, Sonnenstrahlung oder Reibung. Sie hindert Mikroorganismen am Eindringen und bewahrt uns davor, Wasser oder Wärme zu verlieren.

Der Aufbau der Haut

Wie glatt, ebenmäßig, zart und elastisch unsere Haut ist, hängt von einem komplexen Zusammenspiel aus verschiedenen Schichten ab, die alle ihre eigenen, wertvollen Aufgaben erfüllen und so als Einheit zum gesunden Gesamtbild unserer Haut beitragen.

Die tiefste Schicht ist die Unterhaut, sie besteht aus einem lockeren Bindegewebe, das in das Fettgewebe eingelagert ist. Dieses Unterhautfettgewebe enthält Blutgefäße und Nerven und auch die Haarwurzeln sind verankert.

Die Lederhaut ist die mittlere Schicht, sie ist gut durchblutet und von Nerven durchzogen. Ihr Netzwerk aus faserartigen Proteinen ist für das Aussehen unserer Haut sehr wichtig. Es sorgt für Stabilität, Elastizität und Spannkraft.

Die Oberhaut ist die äußere, gefäßlose Zellschicht der Haut, die wiederum aus mehreren Schichten aufgebaut ist. Ihre äußerste Schicht, die Hornschicht, stellt die eigentliche Barriere der Haut dar.

Die Hornschicht ist für die Schutzfunktion der Haut von sehr großer Bedeutung. Sie besteht aus ziegelartig angeordneten Korneozyten - abgestorbenen, verhornten Zellen - die in eine Lipidschicht eingebettet sind. Darüber liegt der Hydrolipidfilm, der aus Schweiß, Lipiden und Talg besteht. Dank seines sauren PH-Werts trägt auch er maßgeblich zur Schutzfunktion der Haut bei.

Die Haut im Laufe der Zeit

Alles wandelt sich mit den Jahren – auch die Haut. Während die Organe des Körpers nur intrinsisch, das heißt ohne äußere Einflüsse altern, wird die Beschaffenheit unserer Haut zu einem großen Teil auch von außen beeinflusst. Das UV-Licht der Sonne, das Klima, Stress, Zigaretten, einseitige Ernährung und die Gesichtsmuskulatur verändern die Haut in ihrem Aussehen.

In jungen Jahren regeneriert sich die Haut schnell. Ab Zwanzig nimmt diese Fähigkeit der Haut zur schnellen Regeneration ab, die Stoffwechselprozesse und Reparaturmechanismen verlangsamen sich, die Fettpolster reduzieren sich und die Haut verliert an Elastizität und Spannkraft. Ende Zwanzig werden oft erste Fältchen sichtbar. Im hohen Alter wird die Haut immer dünner, trockener und empfindlicher gegenüber externen Reizen. Partien, die oft der Sonne ausgesetzt wurden, altern zusätzlich und können zum Beispiel Altersflecken bilden.

Die Haut lieben, wie sie ist

Umso älter die Haut wird, umso mehr zeigt sich ihr Charakter. Zeit und Muskulatur formen sie und zeigen der Welt ein unverwechselbares, besonderes Gesicht. Unser Gesicht. Die Haut erzählt von unserem Leben, Lachen und Stirnrunzeln, von Sorgen, Herausforderungen, Feiern und der Liebe.

 

Wir können nicht verhindern, dass unsere Haut altert. Das müssen wir auch nicht. Aber wir haben es in der Hand, wie sie es tut und wie gut wir uns dabei fühlen. Wenn wir sie beobachten, sie lieben lernen und ihr geben, was sie braucht, wird sie immer strahlend schön bleiben – und ein unverwechselbarer Teil unseres Selbst.

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