Zurück zum Schwangerschaftskalender | 17. Woche

Geburtsvorbereitung

Kurse für einen neuen Lebensabschnitt?

Was ist ein Geburtsvorbereitungskurs und welches Wissen wird dort vermittelt? Soll der Partner dabei sein? Ab welchem Zeitpunkt macht so ein Kurs Sinn und ist die Teilnahme überhaupt sinnvoll für mich? Wird der Kurs von der Krankenkasse gezahlt? Es gibt viele Fragen rund um Geburtsvorbereitungskurse. Christina Hinderlich, Leiterin des Fachbereichs Hebammen bei Weleda, gibt Ihnen einen Überblick.

Themen eines Geburtsvorbereitungskurses

„Geburtsvorbereitungskurs“ – hinter diesen Kursen verbirgt sich weit mehr als die Vorbereitung auf die bevorstehende Geburt. Eigentlich wäre „Eltern-Werden-Kurs“ ein passenderer Begriff, denn die Themen sind vielfältig: neben der Wahl des Geburtsortes, dem Geburtsgeschehen, Gebärhaltungen, Wehenarbeit und Schmerzlinderung geht es auch um Schwangerschaft, seelisches Empfinden und Erleben, Partnerschaft und das Eltern-Werden. Die Geburtsvorbereitungskurse nehmen auch Bezug auf die Zeit nach der Geburt und bereiten auf das Wochenbett, das Stillen und den Umgang mit dem Baby vor. Meistens wird der Kurs von Hebammen geleitet. Es gibt aber auch speziell ausgebildete Geburtsvorbereiterinnen und mittlerweile auch immer mehr Kurse von Männern für Männer. Ein solcher Kurs ist kein Muss. Es steht jedem individuell frei. Ein Geburtsvorbereitungskurs gibt aber sehr viel Sicherheit und ist ab der 25. Schwangerschaftswoche empfehlenswert.

Wissen statt Angst

Rund um die Geburt kommen immer viele Fragen auf, und auch wer sich schon durch das Internet, Familie oder Freunde gut informiert fühlt, erhält in einem Geburtsvorbereitungskurs nochmals neue Einblicke. Hebammen können zum Beispiel konkret zeigen, wie die Wehenarbeit funktioniert und dort lernen und erleben die Teilnehmer/Innen auch, dass es normal ist, zu tönen und zu stöhnen. Diese Erfahrung im Kurs gibt vielen Frauen die Sicherheit, sich wirklich der Geburtsarbeit hingeben zu können. Aber auch für den Partner ist es gut zu wissen, dass er sich keine Sorgen um seine gebärende Frau machen muss. Man lernt auch, warum Babys in den Nächten unruhig sind und was ihnen gut tut. Ängste weichen meistens, wenn man sich vollumfänglich informiert fühlt. So kann man sich auf den Moment einlassen und braucht sich weniger Sorgen zu machen.

Neue Menschen treffen

Selten wird ein ganzer Freundeskreis gleichzeitig Eltern. Manchmal ist man das erste Paar oder die Kinder der Freunde sind schon älter. Vielen werdenden Eltern tut es gut, Menschen in der gleichen Situation zu treffen. Man kommt in den Pausen ins Gespräch und manchmal ergeben sich hieraus neue und lang anhaltende Freundschaften. Andere zu kennen, die sich genau in der gleichen Situation befinden oder deren Baby im gleichen Alter ist, verbindet. Ein Austausch ist bereichernd und wertvoll.

Zeit für das Baby

Der Alltag lässt es nicht immer zu, dass man sich mit dem werdenden Kind so innig beschäftigt, wie man das eigentlich gern möchte. Da ist es schön, über einige Wochen einmal in der Woche einen Abend zu haben, der für das Baby reserviert ist. Im Kursraum zu sitzen, den Bauch zu halten, zuzuhören und sich auf das Leben mit dem Kind einstellen und mit dem Partner zu kuscheln tut auch dem Paar gut.

Kursangebot

Je nach Region oder Institution werden die Kurse für Frauen, Paare, Männer oder mit einem oder mehreren Partnerabenden angeboten und selbstverständlich gibt es gibt auch Wochenendkurse. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen die Kursgebühren für die Frauen. Auch gibt es immer wieder Kassen, die den Partneranteil tragen. Bei den privaten Kassen hängt die Kostenübernahme von ihrem individuellen Vertrag ab. Das Angebot finden Sie in Elternschulen, Hebammenpraxen, Geburtshäusern Frauen- oder Männerzentren. Unter www.hebammensuche.de können Sie direkt nach dem Angebot an Ihrem Wohnort suchen.

 

Vertrauen Sie Ihrer eigenen Intuition

Tief mit dem Herzen spüren, was gut für mich ist... Gerade jetzt im Moment, während der Schwangerschaft und später mit dem Baby. Heutzutage werden wir von Ratgebern und Tipps überflutet, aber eigentlich tut es gut, etwas Abstand von all dem zu nehmen und nur auf sich selbst zu hören. Tauschen Sie sich mit Ihrem Partner aus und finden Sie Ihre eigenen Werte, die Sie als Familie leben möchten. Christina Hinderlich gibt Ihnen Anregungen, wie Sie das Vertrauen in die eigene Intuition stärken können.

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