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Geschichte

Geschichte

2011

90 Jahre im Einklang mit Mensch und Natur: Weleda hat sich im Verlauf von neun Jahrzehnten Unternehmensgeschichte durch engagierte Menschen in aller Welt weiterentwickelt. Die Initiative der Denker, Mediziner und Chemiker aus den Anfangsjahren der Weleda wirkt bis heute. Das Unternehmen beschäftigt ca. 1.900 festangestellte Mitarbeiter weltweit, darunter ca. 800 Mitarbeiter bei der Weleda AG Schwäbisch Gmünd mit einem Frauenanteil von 70 Prozent. Seit 2011 ist Weleda Mitglied der „Union for Ethical Biotrade“ (UEBT). Die Vereinigung für ethischen Biohandel sieht die Förderung und gerechte Nutzung der Biodiversität und die faire Verteilung der Erträge im Sinne des fairen Handels zwischen Verwendern und Ursprungsländern vor. Im Juli verpflichtet sich Weleda mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ dazu, ein Arbeitsumfeld frei von Vorurteilen zu schaffen. Alle Mitarbeitenden sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Herkunft, Religion, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Auf drei Gebäuden der Weleda AG werden auf einer Fläche von 560 Quadratmetern vier Photovoltaikanlagen an den Standorten Möhlerstraße und Buchstraße installiert. Damit lassen sich jährlich rund 43,5 Tonnen Kohlenstoffdioxid einsparen. Ab 2012 wird Weleda weitere Dachflächen mit Photovoltaikanlagen bestücken und zehn Prozent des Gasverbrauchs durch Biogas abdecken. Durch die fortschreitende Reduktion von Treibhausgasemissionen und Kompensationsmaßnahmen strebt die Weleda Gruppe gemäß ihrer Nachhaltigkeitsstrategie die völlige Klimaneutralität bis 2015 an.

2010

Die überarbeiteten Gesichtspflegeserien und die neu eingeführte Granatapfel-Gesichtspflege tragen zu einem außerordentlichen Umsatzwachstum im Naturkosmetik-Markt bei. Gleich drei bedeutende Auszeichnungen belegen diesen eindrucksvollen Erfolg: der Expertenpreis Prix de beauté des Magazins Cosmopolitan, die Wahl der Granatapfel-Schönheitsdusche zum Renner des Jahres auf der Naturkosmetik-Messe „Vivaness“ sowie der Glammy als wichtigster Publikumspreis der Kosmetikbranche. Mit der Einführung von zwölf Einzelmitteln in drei Potenzen baut Weleda Deutschland sein Globuli-Sortiment aus. Das Weleda Generationen-Netzwerk wird vom Bund Deutscher Unternehmensberater (BDU e.V.) mit dem Demografie Exzellenz Award ausgezeichnet.

2009

Im Februar 2009 hat Weleda eine neue Naturkosmetikserie auf den Markt gebracht. Zur Granatapfel-Pflegelinie gehören Regenerations-Öl, Regenerations-Handcreme und Schönheitsdusche. Die Linie wurde spezifisch für Frauen ab 40 nach dem ganzheitlichen Ansatz von Weleda konzipiert. Im Arzneimittelmarkt kann Weleda durch eine stärkere Fokussierung auf definierte Kompetenzfelder wie Erkältung, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Onkologie und Stress und Erschöpfung dem allgemein rückläufigen Trend ein zweistelliges Wachstum entgegen setzen. Weleda veröffentlicht die erste internationale Umwelterklärung. Diese legt die Basis für gemeinsame Umweltstandards der Weleda Gesellschaften in Deutschland, der Schweiz und Frankreich.

2008

Weleda engagiert sich für die „Business and Biodiversity Initiative“ des Bundesumweltministeriums und nimmt an der 9. Vertragsstaatenkonferenz der Vereinten Nationen zum Übereinkommen über die biologische Vielfalt teil. Unter dem Motto „Gemeinsam nachhaltig wirtschaften“ finden erstmals die Weleda Lieferantentage statt. Weleda ist unter den Top Ten der familienfreundlichsten Grossunternehmen Deutschlands.

2007

Weleda und weitere führende Kosmetikhersteller gründen die Interessensgemeinschaft NATRUE. Sie definiert klare Richtlinien mit internationaler Gültigkeit für den Gebrauch des Begriffs „Naturkosmetik“ und sorgt für Transparenz beim Verbraucher durch die Vergabe des NATRUE-Labels. Dieses Engagement zahlt sich aus: Beim Vergleich unterschiedlicher Kosmetikmarken durch ÖKO-TEST Deutschland belegt die Marke Weleda den ersten Platz. Die Sanddorn-Vitalisierungsdusche wird auf der Vivaness als der „Renner des Jahres“ ausgezeichnet.

2006

Der Heilpflanzenanbau, die Pflanzenverarbeitung sowie die Herstellung der Tinkturen werden in die 100prozentigeTochterfirma Weleda Naturals GmbH ausgegliedert. Jährlich stellen die 50 Mitarbeiter der Weleda Naturals rund 450 verschiedene Tinkturen und Ölauszüge aus Frischpflanzen und getrockneten Pflanzen, den sogenannten Drogen, her, die in den drei Weleda Herstellstandorten als Ausgangsstoffe für die Arzneimittel und Körperpflegeprodukten Verwendung finden. Um der großen Anzahl an Besuchern gerecht zu werden, hat die Weleda Naturals ein Besucher- und Erlebniszentrum am Heilpflanzengarten in Schwäbisch Gmünd-Wetzgau gebaut, in dem Führungen, Kurse und Massagen angeboten werden. Die erste internationale Weleda Umweltkonferenz mit Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz formuliert Ziele für eine mittelfristige Umweltstrategie der Weleda Gruppe mit dem Hauptfokus auf Klimaneutralität und Schonung elementarer Ressourcen wie Wasser. Die Weleda Duschpflege kommt in den Sorten Citrus, Wildrose und Sanddorn in den Handel. 

2005

Die Studie „TOP JOB“ unter der Schirmherrschaft von Professor Dr. Gertrud Höhler zeichnet Weleda als Top-Arbeitgeber 2004 aus. 2005 erhält das Unternehmen den Innovationspreis für zukunftsweisende familienorientierte Maßnahmen der deutschen Bundesregierung für das Weleda Generationen-Netzwerk, einen ideellen Zusammenschluss von aktiven Mitarbeitenden und Weleda Pensionären, der die Solidarität zwischen den Generationen stärken soll. Weleda Birken-Cellulite-Öl wird auf der BioFach von der damaligen Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast mit der Auszeichnung „Renner des Jahres“ prämiert.

2004

Die Weleda Edelweiß-Sonnenmilch 15 erhält den Naturkosmetik-Innovationspreis 2004 auf der Nürnberger BioFach, der Leitmesse für Naturwaren. Weleda erhält die Auszeichnung als Top-Arbeitgeber 2003. Auch in diesem Jahr besuchen 20.000 Interessierte die Weleda Tage.

2003

Weleda erhält das Grundzertifikat „audit berufundfamilie“ von Bundesfamilienministerin Renate Schmidt. Sie nimmt 2003 an der Podiumsdiskussion zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie an den Weleda Tagen mit 20.000 Besuchern teil. Das Unternehmen wird bereits zum dritten Mal nach der  der Öko-Audit-Verordnung der Europäischen Union zertifiziert.

2002

Vergabe des mit 45.000 Euro dotierten „Weleda Preises“ gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Dr. Manfred Kohlhase,  wird vom Wirtschaftsmagazin „Capital“ und vom WWF Deutschland zum „Ökomanager für den Mittelstand“ gewählt. Bereits im Vorjahr erhielt Weleda eine Anerkennung des Umweltministeriums des Landes Baden-Württemberg für „herausragende Leistungen im Umweltschutz“.

2001

In Schwäbisch Gmünd bezieht Weleda Deutschland das neue, im Jahr 2000 erbaute Verwaltungsgebäude: Es wurde nach modernsten ökologischen Gesichtspunkten geplant und deckt beispielsweise seinen Strombedarf komplett mit regenerativen Energien. 2006 wird auch am Stammsitz von Weleda in Arlesheim ein nach ökologischen Kriterien konzipierter Pharma-, Logistik- und Verwaltungstrakt gebaut. Rund 30.000 Besucher feiern gemeinsam mit Weleda das 80-jährige Jubiläum. In der Baby- und Kinderpflege avanciert das Unternehmen zum drittgrößten Hersteller in Deutschland.

2000

Weleda setzt auch weiterhin bewusst auf verstärktes und proaktives Umweltverhalten: Das Unternehmen wird erneut nach der EU-Ökoaudit-Verordnung validiert und nach ISO 14001 zertifiziert. Als eines der ersten Unternehmen veröffentlicht Weleda einen Nachhaltigkeitsbericht für das vergangene Jahr. Außerdem ist Weleda Gründungsmitglied der vom WWF initiierten Arbeitsgruppe „Medizin und Artenschutz“.

1998

Zur verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie gründet Weleda die betriebseigene Waldorf-Kindertagestätte mit vorerst 16 Plätzen am Standort Schwäbisch Gmünd – 2007 wird das Angebot auf 40 Plätze erweitert. 2010 folgt Weleda Frankreich diesem Beispiel und eröffnet eine firmeneigene Kindertagestätte unter dem Namen „Coeur d’Enfants“.

1997

1997 wird die Weleda AG Schwäbisch Gmünd erstmalig nach EMAS validiert und nach ISO 14001 zertifiziert: Unternehmen, die sich beim Umweltmanagement an verbindliche und messbare Normen halten, können sich einer unabhängigen Umweltbetriebsprüfung, auch Audit genannt, unterziehen. Sind alle Standards eingehalten bzw. erreicht, erfolgt die Zertifizierung. Dies ist verbunden mit der Veröffentlichung der ersten Umwelterklärung (Transparenz 1) und der Einführung eines ganzheitlichen Umweltmanagements.

1992

1992 ist Weleda bereits in 30 Ländern vertreten. Das Sortiment umfasst über 10.000 verschiedene Produkte, darunter die Mandelgesichtspflegeserie oder die Wildrosen Pflege bei ersten Fältchen. Das Umweltbewusstsein der Menschen steigt kontinuierlich an, neue Produktserien entstehen, bestehende werden überarbeitet. 446 Mitarbeitende sind in Schwäbisch Gmünd beschäftigt. Die Weleda Nachrichten werden erstmalig auf Recycling-Papier gedruckt.

1991

Die Weleda begeht ihr 70-jähriges Bestehen – rund 12.000 Gratulanten feiern am 8. September mit.

1988

Zahlreiche Maßnahmen erlauben bereits seit Ende der 1980er Jahre den schonenden Umgang mit Ressourcen, z.B. die Nutzung von Abwärme durch den Betrieb der Destillationsanlagen im geschlossenen Wasserkreislauf mit Kühlung durch Wärmepumpen.

1976

Seit 1976 wirken Weleda Mitarbeiter in der Deutschen Homöopathischen Arzneimittel-Kommission an den Arzneibuch-Monografien des Homöopathischen Arzneibuchs (HAB) mit. Fast alle aufgeführten mineralischen, wärmebehandelten und rhythmisch behandelten Arzneimittel gehen auf Weleda zurück.

1971

Am 11. und 12. Juni 1971 feiert Weleda ein Fest zum 50-jährigen Bestehen des Unternehmens, gemeinsam mit zahlreichen prominenten Gratulanten aus dem In- und Ausland.

1964

Ein weiterer Schritt für die zunehmende Akzeptanz von medizinischen Naturheilmitteln: Das Mistelpräparat Iscador für die Behandlung bei Krebs wird von den Krankenkassen anerkannt und offiziell zugelassen. Dr. Ita Wegmann entwickelte bereits 1917 ein Arzneimittel aus Misteln zur Behandlung von Krebs, aus dem später Iscador entstanden ist.

1959

Der Anbau heilender Pflanzen auf biologisch-dynamischer Grundlage ist seit den Anfängen der Weleda ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens. Da Ende der 1950er Jahre der Platz für eine Erweiterung des Heilpflanzengartens auf dem Betriebsgelände in der Möhlerstraße nicht mehr ausreicht, wird der Garten in Wetzgau hoch über Schwäbisch Gmünd neu angelegt.

Aufbaujahre nach dem Krieg

Mit dem Aufschwung und dem Wirtschaftswunder wird in den 1950ern und 1960ern das Sortiment ausdifferenziert: Neue Produktklassiker erscheinen, zum Beispiel der Milchbildungstee (1950), das Sanddorn-Elixier (1955),  die Lavendel Bademilch (1971). Mit dem Calendula-Kinderöl wird 1960 der Grundstein gelegt für die erfolgreiche Baby- und Kinderpflege auf der Basis der Ringelblume (Calendula). Zu dieser Zeit entsteht auch das typische Erscheinungsbild der Weleda mit der charakteristischen Schrift und der besonderen Farbigkeit der Produkte, entwickelt von dem Künstler Walther Roggenkamp.

Kriegsjahre

Das NS-Regime und die Kriegsjahre übersteht der Schwäbisch Gmünder Betrieb als Niederlassung einer Schweizer AG relativ unbeschadet – wenn auch nicht ohne zeitweise schwere Bedrohung durch behördliche Maßnahmen.

1932

Ab 1932 informiert Weleda Kunden und Interessierte mit einer regelmäßig erscheinenden Publikation, den „Weleda Nachrichten“. Im Winter 2010 werden die „Weleda Nachrichten“ in „Weleda Magazin“ umbenannt. Während des Krieges verboten, ist die Zeitschrift heute eine auflagenstarke Kundenzeitschrift mit einer Auflage von einer halben Million Exemplare und vier Ausgaben im Jahr.

Ende der 1920er Jahre

Ende der 1920er Jahre arbeiteten bereits zwölf Mitarbeiter am Standort Schwäbisch Gmünd. In diesem ersten Jahrzehnt der Firmengeschichte werden einige Produktklassiker entwickelt, die bis heute beliebt bei unseren Kunden sind, wie das Birken Elixier (1924), das Arnika Massageöl (1926) oder das Edeltannen-Erholungsbad (1927).

1928

Am 10. Dezember 1928 wird der neue Name Weleda AG ins Handelsregister eingetragen. Das bis heute gebräuchliche Logo entwirft Rudolf Steiner persönlich: einen stilisierten Äskulapstab mit einer Schlange, umgeben von zwei Figuren, die Geben und Nehmen, Helfen und Hilfe empfangen ausdrücken.

1924

Den heutigen Namen erhält das Unternehmen einige Jahre später. 1924 wird „Weleda“ als Handelsname für die Produkte der „Internationale Laboratorien und Klinisch-Therapeutisches Institut Arlesheim A.G.“ markenrechtlich geschützt – während die Naturkosmetika unter dem Namen „Everon“ vertrieben werden.

1921

Der Philosoph und Universalgelehrte Dr. Rudolph Steiner und die niederländische Frauenärztin Dr. Ita Wegmann gründen 1920 in der Schweiz die „Futurum AG“ und in Stuttgart „Der Kommende Tag AG – Aktiengesellschaft zur Förderung wirtschaftlicher und geistiger Werte“. Letztere erwirbt 1920 die ehemaligen „Colonial-Werke Paul Rumpus“ am Standort Schwäbisch Gmünd. Beide Unternehmen fusionieren 1921 aus wirtschaftlichen Gründen unter dem Namen „Internationale Laboratorien und Klinisch-Therapeutisches Institut Arlesheim A.G.“ – die Geburtsstunde der Weleda AG. Am 10. Dezember 1928 wird der neue Name Weleda AG ins Handelsregister eingetragen.

Um 1920

In den Jahren um 1920 machen sich drei Pioniere daran, die seit einigen Jahren bestehende Lehr- und Forschungstätigkeit zur anthroposophischen Medizin in eine neue Form zu bringen. Die Ärztin Dr. Ita Wegman eröffnet 1921 im Schweizerischen Arlesheim das „Klinisch-therapeutische Institut", ein Spital zur Behandlung erkrankter Menschen mit anthroposophischer Medizin. Zu diesem Zweck entwickelt der Chemiker Oskar Schmiedel in Zusammenarbeit mit Wegman und Dr. Rudolf Steiner die ersten Arzneimittel, deren Konzept bis heute grundlegend für die Produktphilosophie von Weleda ist: Die Medizin soll entscheidende Impulse zur Selbstheilung des Körpers geben. Dieser Gedanke nimmt 1921 vorweg, was die Komplementärmedizin und ihre Forschung heute wissen: Heilung geschieht dadurch, dass ganzheitlich komponierte Arzneimittel den Körper zur Selbstheilung anregen.

1917

Die niederländische Frauenärztin Dr. Ita Wegmann begründet gemeinsam mit Rudolf Steiner die anthroposophische Medizin.

1913

Der Philosoph und Universalgelehrte Dr. Rudolph Steiner entwickelt Anfang des 20. Jahrhunderts die Anthroposophie: Sie ist eine Erkenntnismethode, die nicht nur die physisch erfahrbare Welt betrachtet, sondern auch die geistige Welt – Gefühle und Gedanken – mit einbezieht. Das Ziel der Anthroposophie ist die Schulung des Denkens und des individuellen und sozialen Verhaltens. Im Zentrum steht dabei ein ganzheitliches Menschenbild, das Körper, Seele und Geist umfasst. 

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