Weleda-Ärztefachtagung: Integrative Kardiologie soll bessere Erfolge bei der Prävention und bei chronischen Verläufen von Herzerkrankungen erzielen
30.06.2008
In der Allgemeinpraxis werden Herzpatienten zunächst mit Medikamenten behandelt, die z. B. zu einer Volumenentlastung führen (Diuretika) oder die physiologische Mechanismen blockieren (ß-Blocker, ACE-Hemmer). Eine integrative Medizin kann dieses therapeutische Spektrum erweitern und unterstützen und so bessere Ergebnisse bei der Prävention und bei chronischen Verläufen erzielen. Zentraler Ansatz der Fachtagung „Integrative Kardiologie in der täglichen Praxis“ war die Vorstellung ganzheitlicher Therapien für den Praxis-Alltag, an der rund 60 Ärzte am 14.06.08 in Stuttgart teilnahmen.
„Bei der Frage nach der richtigen Behandlung sollten nicht die ‚Schulmedizin’ und die ‚Anthroposophische Medizin’ in Konkurrenz zueinander antreten. Wichtig ist die Frage, welche Methoden aus dem insgesamt zur Verfügung stehenden Gesamtrepertoire an therapeutischen Maßnahmen jetzt angemessen und notwenig sind“ sagte Dr. med. Thomas Breitkreuz, Leitender Arzt der Abteilung für Innere Medizin des Gemeinschaftskrankenhauses Herdecke. „Medikamente und Anwendungen der Anthroposophischen Medizin bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken anders, als man es von konventionellen Pharmaka gewohnt ist. Ein Perspektivenwechsel ist nötig, um sie hinsichtlich Indikation, Wirkweise und therapeutischer Ziele zu verstehen“ so Breitkreuz weiter.
„Rhythmen sind Grundlage des Lebens und Quelle der Gesundheit“ sagte Dr. med. Frank Meyer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren und Akupunktur in seinem Vortrag und zeigte Rhythmische Prozesse auf, von denen der Mensch gesteuert wird (so z.B. der Tag-Nacht Rhythmus, der weibliche Zyklus, aber auch Rhythmen wie Puls, Atmung, Blutdruck). Das Zusammenspiel aller Rhythmen ist für den Menschen wichtig – fällt einer aus, ist das gesamte System gestört. Daher ist die Anregung und Stärkung des rhythmischen Systems in der salutogenetisch orientierten anthroposophischen Medizin so wichtig. In der Salutogenese (Wortsinn: Ursprung von Gesundheit) geht es um die Gründe, warum ein Mensch gesund bleibt – ein Gegensatz zum klassischen pathogen geprägten Verständnis, welches nur nach der Entstehung von Krankheit fragt. Unter salutogenetischen Gesichtspunkten gegebene anthroposophische Arzneimittel sollen jene Prozesse der Selbstregulation anregen, die auch im gesunden Organismus wirksam sind. Dazu bietet die Anthroposophische Medizin Typenmittel: Das typische Herzmittel (Cardiodoron®) beispielsweise soll die gesundende, ausgleichende Funktion des Kreislaufs und des Herzens anregen. Die Kombination der enthaltenen Heilpflanzen Himmelsschlüssel (Primula veris), Bilsenkraut (Hyoscyamus niger) und Eselsdistel (Onopordon acanthium) führen dazu, dass die gesunde und gesundende Funktionalität im Herz-Kreislauf-System gestärkt und geordnet wird. In einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium kommt den salutogenetischen Methoden neben allopathischen Therapieverfahren oft eine wichtige, komplementäre Rolle in einem ganzheitlichen Therapiekonzept zu.
„Was wissen wir heute über die Herzinsuffizienz?“ fragte Dr. med. Jakob Gruber, Kardiologe am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke in seinem Beitrag. „Das wissenschaftliche Verständnis des Herzens hat sich längst vom alten mechanistischen Pumpenmodell weg und zu einem neuroendokrinen Organ mit Wahrnehmungsfunktion hin bewegt“ so Gruber weiter. Die Häufigkeit einer Herzinsuffizienz ist altersabhängig: Ab dem 50. Lebensjahr leiden ein Prozent und ab dem 80. Lebensjahr zehn Prozent der Bevölkerung in Deutschland an einer Herzinsuffizienz. Eine höhergradige Herzinsuffizienz ist auch heute noch mit erhöhter Sterblichkeit verbunden. Gruber berichtete über den aktuellen Erkenntnisstand zur Herzinsuffizienz und stellte integrativmedizinische Therapieansätze vor. Dabei hob er u. a. die positiven Wirkungen von anthroposophischen Präparaten mit Phosphor, Gold, Weißdorn (Crataegus), Arnika (Berg-Wohlverleih) auf Herz-Kreislauferkrankungen hervor.
Ärztetagungen im Herbst 2008:
Stress bewältigen – Burnout vermeiden bei Ärzten und Patienten mit praxisorientierten Beiträgen, Fallbeispielen und konkreten Behandlungsempfehlungen.
Mit dabei u.a. der Experte für Burnout bei Ärzten Thomas M. H. Bergner (Facharzt, Sachbuchautor und Coach) und Martin Straube, Arzt, Dozent an der Akademie für Sozialtherapie im Ita Wegmann- Berufskolleg, Autor und Referent.
Termine:
14.09.08 Berlin
18.10.08 München
15.11.08 Hamburg
26.11.08 Köln
Weitere Informationen: Tel: 07171/9198308, E-Mail: aerztetagung [at ] weleda.de
Broschüre für Fachkreise:
„Cardiodoron® in der täglichen Praxis“
Kostenfreie Bestellung für Fachkreise: Telefon: 07171/919-109
E-Mail: kundenbetreuung [at] weleda.de
Rezensionsexemplare und eine Abbildung des Covers bitte bei mir anfordern:
mbetti [at] weleda.de
Für Pressebilder und Fragen
Mathilde Betti
PR-Redakteurin für Arzneimittel
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