Weleda AG mit dem Kulturpreis Deutsche Sprache ausgezeichnet
23.10.2006
Der Kulturpreis Deutsche Sprache ist am Samstag, 21. Oktober 2006, in Kassel zum sechsten Mal verliehen worden. Den undotierten Institutionenpreis Deutsche Sprache erhielt die Weleda AG für eine klare und verständliche Verwendung der deutschen Sprache in der Öffentlichkeitsarbeit.
Der Kulturpreis Deutsche Sprache wird jährlich von der Eberhard-Schöck-Stiftung/Baden-Baden und vom Verein Deutsche Sprache e.V./Dortmund vergeben. Er besteht aus dem Institutionenpreis Deutsche Sprache und dem mit 35.000 Euro dotierten Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache, der an den Schriftsteller Günter de Bruyn ging. Das 1921 gegründete Unternehmen Weleda AG stellt Arzneimittel für die anthroposophische Therapierichtung und Naturkosmetik her. Die Öffentlichkeitsarbeit von Weleda pflege eine eigene Sprachkultur, die den Käufer zur Bildung eines selbständigen Urteils über das Produkt anregen will, sagte die Laudatorin Felicitas Schöck.
Stil und Form der Kommunikation überzeugten
„Wir hatten mehrere Zuschriften bekommen, die Weleda für den Preis empfahlen“, erklärte der Juryvorsitzende Prof. Dr. Helmut Glück von der Universität Bamberg. Daraufhin hatten sich die Jurymitglieder des Kulturpreises Deutsche Sprache mit den Kundenzeitschriften, Produktinformationen und dem Geschäftsbericht der Weleda AG auseinander gesetzt. „Uns beeindruckte der Stil der Kommunikation und die sprachliche Form“, hob der Vorsitzende der Jury hervor. Zwar finde man auch in den Texten von Weleda da und dort Anglizismen, doch würden diese in gutem Deutsch erklärt.
Weleda pflegt einen eigenen Sprachstil
Für die Weleda AG nahm der Vorsitzende der Weleda Gruppenleitung, Mathieu van den Hoogenband, den Preis entgegen. „Wir freuen uns und erleben diesen Preis als Verpflichtung, der Pflege einer guten verständlichen Sprache in unseren Veröffentlichungen in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken“, sagte Mathieu van den Hoogenband. „Gerade in der Kosmetikbranche erhalten viele Artikel meist an das Englische angelehnte Kunstnamen,“ so der Vorsitzende, „die nichts über das Produkt, das sie benennen, aussagen.“ Da bedürfe es immer wieder guten Standvermögens, der Versuchung zu widerstehen, diesem Trend zu folgen, verriet van den Hoogenband. Weleda hat bewusst Journalisten angestellt um eine eigene Sprachkultur zu entwickeln und zu pflegen. Der Abteilung für Unternehmenskommunikation gehören in Deutschland derzeit zehn Mitarbeiter an.
Wissenswertes zum Kulturpreis Deutsche Sprache
Mit dem Institutionenpreis Deutsche Sprache wurden seit 2001 die Zeitschrift Computer-Bild, die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, das Versandhaus Manufactum, die Stuttgarter Zeitung und der SWR-Radio-Sender Das Ding ausgezeichnet.
Der von derselben Jury verliehene Jacob-Grimm-Preis geht 2006 an den Schriftsteller Günter de Bruyn. Der Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache ist die am höchsten dotierte Auszeichnung für sprachliche Verdienste in Deutschland. Die bisherigen Preisträger waren Rolf Hochhuth, Ludmila Putina, Christian Meier, Vicco von Bülow alias Loriot und Paul Kirchhof.
Der Jury des Kulturpreises Deutsche Sprache gehören an: Prof. Dr. Helmut Glück (Bamberg) als Sprecher, Prof. Dr. Ulrich Knoop (Freiburg), Prof. Dr. Walter Krämer (Dortmund), Dipl.-Ing. (FH) Eberhard Schöck (Baden-Baden) sowie Stud.Dir. a.D. Manfred Windfuhr (Kassel).