Log In|Suche|Kontakt|Sitemap|Impressum

Presse-Archiv Info vom 14.04.2005
Presse-Archiv Info vom 14.04.2005

Weleda erhält Anerkennung für innovatives Umweltengagement

14.04.2005

Die Weleda AG Schwäbisch Gmünd erhält für ihre innovative Umweltpolitik eine Anerkennung des Landes Baden-Württemberg. Der Umweltpreis zeichnet ökologisch vorbildliche Leistungen im Sinne eines ganzheitlichen betrieblichen Umweltschutzes und einer umweltorientierten Unternehmensführung aus.

Das Umwelt- und Verkehrsministerium vergibt den Umweltpreis mittlerweile zum elften Mal. Die Jury zum „Umweltpreis für Unternehmen" setzt sich aus Vertretern der Wirtschaft, der Umwelt- und Naturschutzverbände, des Wirtschaftsministeriums, der Landesanstalt für Umweltschutz sowie des Umwelt- und Verkehrsministeriums zusammen.

Das Weleda Leitmotiv „Im Einklang mit Mensch und Natur“ gilt seit der Gründung des Unternehmens 1921. Dabei handelt es sich um einen ganzheitlichen Ansatz, der sich auf alle Tätigkeitsbereiche auswirkt. In den Arbeitsabläufen des Unternehmens drückt sich dies im respektvollen Umgang mit der Natur und offensivem Umweltschutz aus. Weleda Produkte stehen nicht nur für umweltverträgliche Rohstoffe, sondern auch für einen sparsamen Umgang mit den natürlichen Ressourcen.

Beispiel Transparenz:

1997 wurde Weleda, der weltweit führende  Hersteller von ganzheitlicher Körperpflege und Arzneimitteln für die anthroposophische Therapierichtung, nach der EU Ökoaudit-Verordnung validiert und nach ISO 14001 zertifiziert. Im Vorfeld dazu erschien 1996 die erste Umwelterklärung. 1999 legte Weleda die zweite Umwelterklärung mit einem Nachhaltigkeitsbericht vor. Damit zählt Weleda zu den ersten Unternehmen überhaupt auf Bundesebene, die einen solchen Bericht verfassten.

Beispiel Umweltmanagement:

Seit 1990 koordiniert der Umweltbeauftragte, der direkt an die Geschäftsleitung berichtet, alle Abläufe, die im Umweltprogramm festgelegt werden. Ihm zur Seite steht der Umweltausschuss. Der Umweltausschuss legt Umweltziele fest und verabschiedet Maßnahmen.

Beispiel Nachhaltigkeits-Netzwerk:

Mit Firmen, Vereinen, Universitäten und Forschungseinrichtungen arbeitet Weleda eng zusammen. Seit mehreren Jahren besteht eine Kooperation mit dem WWF zum Thema „Medizin und Artenschutz“. Denn das Engagement um die Gesundheit des Menschen soll auch Hand in Hand gehen mit der Bemühung, natürliche medizinische Ressourcen zu erhalten. Zusammen mit der GTZ (Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) hat Weleda ein Projekt zur nachhaltigen Wildernte der gefährdeten Andenpflanze Ratanhia ins Leben gerufen. Landesweit werden anwendbare Standards für die Biotopsicherung erarbeitet und Fair Trade Richtlinien für die Wildsammlung festgelegt.

Beispiel außerbetriebliche Umweltprojekte:

2002 wird der mit insgesamt 45 000 Euro dotierte Weleda Preis gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) verliehen. Dieser Preis hat Projekte ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise der Verantwortung für Mensch und Umwelt verpflichten.

Beispiel alternative Rohstoffe:

Auf synthetische Konservierungsmittel verzichtet Weleda konsequent. Die Grundlage hierzu bilden höchste Qualitätsanforderungen entlang der gesamten Herstellungskette, angefangen bei der Rohstoffqualität. Rund 200 Pflanzenarten werden biologisch-dynamisch im Weleda-eigenen Heilpflanzengarten angebaut. Zahlreiche weitere Rohstoffe bezieht Weleda von biologisch-dynamisch und ökologisch wirtschaftenden Anbaupartnern.

Beispiel Rosen-Projekt:

Für die Produktion der Wildrosen-Serie benötigt Weleda im Jahr 800 Kilogramm Rosen-Absolue, das aus 700 Tonnen Rosenblüten gewonnen wird. Seit 2001 baut Weleda zwei Partnerschaften in der Provinz Isparta im Südwesten der Türkei auf. Inzwischen haben rund 120 Bauern ihre Felder auf eine ökologische Wirtschaftsweise umgestellt und bauen Duftrosen biologisch an. Dazu hat Weleda die Rosenanbauer im ökologischen Anbau geschult und intensiv vor Ort bei ihrer Arbeit begleitet. Bei diesem Projekt gewinnen alle Beteiligten: Weleda bietet den Kleinbauern dauerhafte Handelsbeziehungen an, sodass die Menschen einen gesicherten Lebensunterhalt beziehen; Boden und Wasser werden geschützt; Weleda kann qualitativ hochwertige Rohstoffe beziehen.

Beispiel Ökobilanzen:

Mit ihrem Umweltprogramm setzt Weleda klare Zeichen. Das Ziel, die Kohlendioxid-Emission um 1000 Tonnen zu senken, wurde realisiert. Seit Januar 2001 versorgt sich Weleda komplett mit Strom aus regenerativen Energiequellen. Ergebnis: Es wurden mehr als 2400 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart! Das in den Büros verwendete Kopier- und Druckerpapier ist auf Recyclingpapier umgestellt worden. Dadurch werden pro Jahr 30 Tonnen Holz, 1,1 Millionen Liter Wasser und 47 Megawatt Stunden Energie gespart.

Beispiel Architektur:

Eine innovative ökologische Bauweise, die dazu beiträgt, die Umwelt zu schonen und optimale Arbeitsplätze zu schaffen, ist im neuen Verwaltungsbau verwirklicht worden. Das Lüftungskonzept arbeitet mit einer Quelllüftung, die auf der natürlichen Thermik basiert: Frischluft wird im Außenbereich angesogen und steigt – in Erdkanälen vorgewärmt oder vorgekühlt – über Lichthöfe in die Geschosse auf. Wasserwände in diesen Lichthöfen verbinden Ästhetik mit Funktionalität: Sie sorgen für eine angenehme Raumtemperatur und halten die Luftqualität im Gebäude konstant.

Beispiel Umweltbildung:

Um die Vorgaben des Umweltmanagements zu realisieren, ist Umweltbewusstsein und -wissen bei der gesamten Belegschaft nötig. Weleda Mitarbeiter werden mit den Werkstunden - internen Vortragsreihen - und durch die Mitarbeiterzeitschrift über Projekte und Fortschritte im Umweltschutz informiert. 2004 haben die Mitarbeiter des Außendienstes ein Eco-Fahrtraining absolviert. Erstmals nimmt Weleda Schwäbisch Gmünd an einer Initiative zur Umweltbildung teil: Der „KURS 21“ der „Deutschen Bundesstiftung Umwelt“ fördert den Dialog zur Nachhaltigkeit zwischen Unternehmen und Schulen.